Altes Werk in Charleroi

Die Ursprünge von Charleroi gehen zurück auf das 863 in einem Dokument der Abtei Lobbes erstmals schriftlich erwähnte Dorf Carnotus, dass in der Folge Karnoit (980) und Charnoy (1188) benannt wurde und der Grafschaft Namur angehörte.

Bereits für das Mittelalter lässt sich der Abbau oberflächennaher Kohlevorkommen in der Region um Charleroi nachweisen. Im Zuge der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der wallonischen Kohle- und Stahlindustrie und einem frühen Zentrum der Arbeiterbewegung. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Charleroi zudem zu einem wichtigen Standort für die Produktion von Flachglas, das anfangs vor allem nach Holland und in die holländischen Kolonien exportiert wurde. 1863 eröffnete Ernest Solvay hier die erste Fabrik, die Soda, einen wichtigen Grundstoff unter anderem für die Glasindustrie, nach dem von ihm entwickelten Solvay-Verfahren herstellte.

Bergbau und Schwerindustrie zogen auch zahlreiche ausländische Arbeitskräfte an.

Dem in den späten 1960er Jahren einsetzenden Niedergang der wallonischen Stahlindustrie konnte sich auch Charleroi nicht entziehen und es setzte ein Strukturwandel ein, der zu einer bis heute anhaltende hohe Arbeitslosigkeit führte.

Dieser Niedergang erschuf viele alte Produktionsanlagen und Werke, die mit der Zeit verfielen, Rost ansetzten und von der Natur zurückerobert wurden und werden.

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