„Fliegenbergtour“ durch die Wahner Heide

Die Wahner Heide ist eine rechtsrheinische Mittelterrassenlandschaft und nimmt im südlichen Teil eine Fläche von 47 qkm ein.

Das Naturschutzgebiet an sich ist 37 qkm groß der Rest nimmt der in der Mitte liegende Flughafen Köln/Bonn ein.

Von der Burg Wissem in Troisdorf, in dem sich auch das einzige europäische Bilderbuchmuseum befindet, startet unsere ca. 10 km lange Rundwanderung. Es geht zum südwestlichen Teil des Naturschutzparks Wahner Heide vor den Toren Kölns.

Vorbei am Hirschpark mit Rothirschen, die man dort betrachten kann,

dem Waldfriedhof, kommen wir in den Wald, folgen der Markierung mit dem Schafskopf

und laufen auf dem Mauspfad entlang bis zum Leyenweiher der vor 200 Jahren künstlich angelegt wurde.

Der Weg verläuft an Wiesen vorbei wieder in den Wald mit seinen alten Eichen und hohen Kiefern, er verändert sich auf dem Weg bergan in Mischwald mit bis zu 250 Jahren alten Hainbuchen, Stileichen und Sandbirken.

Weiter wandern wir zum Kronenweiher. Hier war früher mal ein Heidemoor das entwässert wurde für den Torfabbau. Nach dem Ende entstand der Weiher und es wird in vielen Jahren wieder ein Moor daraus entstehen. Etwas weiter in einem kleinen Birkenwäldchen wurde einst Quarzit abgebaut.

Aus dem Wald heraus treten wir nun auf eine riesige Sandterrasse, der eigentlichen Wahner Heidelandschaft, unglaublich....

Eine Heide besteht nicht nur aus vom Menschen unberührten Lebensräumen, sondern sie ist auch eine vom Menschen traditionell genutzte KulturLandschaft.

Ziegen, Schafe und Glanrinder weiden im Sommer auf der Heidefläche für eine traditionelle Heidewirtschaft.

Die Besonderheit der Wahner Heide besteht in einem sehr kleinräumigen Wechsel aus sehr trockenen und sehr feuchten Biotopen. Nach der Eiszeit wurden hier Flugsand angeweht, der Dünen bildete. Hier herrscht trotz ausreichender Niederschläge Wassermangel, weil das Wasser schnell versickert. Auf diesen Dünen und Sandböden wachsen Trockenrasen, Besenheide, die im Herbst rot blüht, Silbergras, Eichen- und Kiefernwälder.

In den Senken hingegen sammelt sich das Wasser es entstehen kleine Heidemoore, Moor- oder Auwälder.

Seit 1817 wurde die Wahner Heide auch militärisch genutzt, bis 2004 von den belgischen Streitkräften und bis 2013 von der Bundeswehr als Truppenübungsplatz.

Das Laufen im Flugsand ist anstrengend und man fühlt sich wie am Strand. Nach Querung der Straße laufen wir durch einen alten Eichenwald zur Scheuerbachsenke, eine mit Bäumen durchsetzte Heide-und Buschlandschaft.

Nördlich davon liegt der Flughafen Köln/Bonn. Über einen breiten Sandweg steigen wir hinauf und erreichen den Telegrafenberg, den höchsten Gipfel der Wahner Heide mit 134 m. Von hier oben hat man einen tollen Blick über die Heidelandschaft.

Jetzt geht es über einen breiten Waldweg durch einen jungen Mischwald wieder bergab zu unserem Ausgangspunkt.


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