Wohnhaus der Papierfabrik in L‘orcha

In den Lost Places „Papierfabrik in L’orxa / L’orcha“ und dem „alten Elektrizitätswerk Fabrica de l’Infern“ gab es schon tiefe Einblicke in die Papierindustrie des Rio-Serpis Tals.

 

Auch wenn es noch Papierproduktion im Ort L‘orcha gibt, ist die Blütezeit der Papierindustrie vorbei. Spätestens als die Fabrik 2001 ihre Türen schloss und die Hälfte der Bevölkerung ohne Arbeit blieb. Die Tatsache, dass L‘orcha 1.000 Einwohner erreichte, von denen derzeit nur noch 750 übrig sind, zeigt den schweren Schlag für die lokale Wirtschaft, der durch die Schließung der Fabrik verursacht wurde.

 

In der Nähe der Papierfabrik und dem alten Bahnhof gab es einen Wohnblock und einige Doppelhaushälften, in denen die Arbeiter der Papierfabrik Raduán lebten. Durch den persönlichen Einsatz von Don Cirilo Tormo Dura wurde Mitte der 1950er Jahre bei den Wohnhäusern in L‘orcha eine geräumige Kapelle für die religiöse Betreuung der Familien und Arbeiter der Fabrik errichtet. Die Konstruktion der Kapelle litt aber unter großen Mängeln und Ende der 1990er Jahre bildeten sich große Risse in der Kapelle. Dies führte zum Einsturz. Kurz vor der Katastrophe wurden die Holzbänke, Bilder, Altar und Weihwasserbecken zusammen mit zwei guten Gemälden der Jungfrau Maria Himmelfahrt und des Heiligsten Herzens Jesu in die Pfarrei L‘orcha gebracht.

Die Ruinen der Wohnhäuser stehen noch. Wenn man durch das verlassene Gebäude mit den Wohnungen streift, fühlt man sich auch hier in die Blütezeit der Papierindustrie im Rio-Serpis Tal zurückversetzt.

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